Archiv der Kategorie: Nähen für Kinder

Kostüme

Karneval ist zwar schon seit ein paar mehr Tagen vorbei, aber ich bin noch die Bilder der Kostüme schuldig. Besonders viele sind es nicht und das von meinem Mann ist leider gar nicht dabei, aber ich zeig Euch wenigstens die Kostüme der Kinder.

Die Große wollte erst (wieder) als Prinzessin gehen, aber ich hatte keine Lust schon wieder so etwas zu nähen. Erstaunlich schnell kam ihr dann als Alternative Pippi Langstrumpf in den Sinn. Das fand ich eine hervorragende Idee! Sie musste sich dann nur noch entscheiden, ob ihr Kostüm eher an die Filme oder die Zeichnungen von Katrin Engelking, wie man sie aus den Büchern kennt, angelehnt sein sollte. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Illustrationen. Das weiße Longsleeve ist ein Kaufshirt und war schon im Schrank. Die Perücke ist natürlich auch gekauft. Aber den Rest, also Kleid, kurze Hose und Leggins als Strumpfersatz habe ich genäht. Die Schnitte stammen aus verschiedenen Ottobres, wenn jemand es genau wissen möchte, einfach fragen, dann such ich es nochmal raus.

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Der kleine Mann hingegen wollte ein Quakfrosch sein, einer der echt hüpft.  Warum? Na, weil der grün ist. Was sonst? Ich habe dafür einen Kapuzenpulli genäht und an der Kapuze Augen befestigt. Das habe ich so gemacht, dass sie leicht wieder entfernt werden können, damit er den Pullover auch weiterhin tragen kann. Dann gab es noch eine grüne Hose. Auch die ist für den Alltag tauglich. Sehr praktisch also, vor allem weil grün doch immer geht. Auch hier stammen die Schnitte aus verschiedenen Ottobres. Der Schnitt vom Kapuzenpulli ist in diesem Haus bereits bewährt. Die Hose finde ich eigentlich ganz cool für Jungs. Der wird vielleicht nochmal eingesetzt, mal sehen wie der Frühling so wird.

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Die Kinder hatten jedenfalls beide Spaß und weil die Kostüme natürlich an allen Karnevalstagen getragen werden mussten, mussten sie auch mal zwischendurch über Nacht gewaschen und wieder getrocknet werden. Auch das ging sehr gut.

– Alexandra

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Flötentasche für den Musikunterricht

Die junge Dame lernt jetzt Blockflöte spielen. Ein lang gehegter Wunsch von ihr, dem wir nun seit Jahresbeginn nachgegeben haben. Ich persönlich finde ja, es gibt nettere Instrumente, aber die Wahl hätte sicher auch schlimmer ausfallen können.

Nun muss das Kind also jeden Montag mit Flöte, Noten- und Hausaufgabenheft bewaffnet in den Kindergarten. Dafür braucht es eine Tasche. Einen schnöden Stoffbeutel fand ich ja nun nicht so überzeugend, also hab ich mit der Maus zusammen mal die Vorräte gesichtet und wir wurden, welch Wunder, tatsächlich fündig: blaues Kunstleder mit einem lila Patchworkstoff kombiniert.

Den Schnitt habe ich schon vor einiger Zeit selbst gebastelt, als die große Cousine eine kleine Übernachtungstasche brauchte. Zum Übernachten reicht die inzwischen nicht mehr, Mädchen eben, aber die Klaviernoten werden damit transportiert, weil die Größe perfekt für die Notenhefte ist. Genau das richtige für unseren Zweck also.

Und hier jetzt mal ein paar Bilder von dem guten Stück:

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Mit Zierstich an der Klappe und dem Träger,

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… Steckschnalle, damit nicht aus Versehen alles rauspurzelt,

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… und Schlüsselband, das Kind wird ja auch größer und bald hat sie einen eigenen Schlüssel, da kann das nicht schaden.

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Hier noch der Zierstich am Träger aus der Nähe. Den hat sie sich auch selbst ausgesucht.

Sie ist jedenfalls mächtig stolz auf ihre Tasche.

Und damit Ihr nicht denkt, dass hier sonst nichts passiert, gerade laufen die Karnevalsvorbereitungen auf Hochtouren. Bis es davon Bilder gibt, dauert es aber noch ein paar Tage.

– Alexandra

Punkte, Herz und Krönchen

… oder die Tochter braucht Longsleeves. Und zwar schon ein bisschen länger. Denn in einigen der Longsleeves, die da noch in ihrem Schrank waren, sah sie ein bisschen wie Presswurst aus. Zum Glück habe ich auch noch ein paar wenige *hüstel* Vorräte im Schrank. Also habe ich mir die junge Dame geschnappt und sie durfte sich drei Stoffe aussuchen.

Zur Wahl standen jedoch nur Interlocks. Ich finde die meisten bedruckten Baumwoll-Stretchjerseys nämlich etwas arg dünn für den Winter. Außerdem sind diese Interlocks so schön kuschelig. Nun ist es allerdings nicht gerade leicht, Shirtschnitte für Kinder zu finden, die für Interlock geeignet sind. Aber in der Ottobre 6/2012 wurde ich fündig.
Das Modell Nr. 16 hatte ich im Mai 2014 schon einmal genäht. Da die damals gewählte Größe 116 auch jetzt noch passt, musste ich nichtmal den Schnitt neu kopieren. Sehr gut. Ich habe lediglich beim Zuschnitt in der Länge, auch an den Ärmeln, 1,5 cm zugegeben. Nicht, dass das Kind einen Wachstumsschub bekommt und dann alles gleich zu kurz ist.

Und da ich letzte Woche seit langem mal wieder einen Lauf hatte, konnten am Freitag drei neue Longsleeves in den Kleiderschrank einziehen:

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Und für Euch auch noch mit Kind drin:

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– Alexandra

Schutz vor Kälte

Wir fahren ja relativ viel mit dem Fahrrad. Den täglichen Weg zum Kindergarten legt die Große schon eine ganze Weile selbst auf ihrem Rad zurück.  Wenn es dann aber kalt und windig ist, zieht es ihr zwischen Mütze und Schal rein. Das fand sie immer sehr unangenehm. Dann fiel mir meine Sturmhaube vom Skifahren ein. Die passte ihr auch ziemlich gut, also habe ich den Schnitt abgenommen:

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… und aus etwas kinderfreundlicherem Stretchjersey zugeschnitten…

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Dann gab es noch ein passendes Bündchen um den Ausschnitt fürs Gesicht sowie unten am Saum

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Die neue Sturmhaube passt und das Kind ist glücklich.

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Jetzt dürfte es auch gern wieder kälter werden.

Übrigens kann die untere Kante auch unters Kinn oder über den Mund gezogen werden. Je nach Wetterlage und Wohlfühlgefühl.

– Alexandra

Unterhosen und Elefanten

Das klingt irgendwie nach einer merkwürdigen Konstellation. Aber, nein, ich habe keine Unterhosen für Elefanten genäht. Es war eher so, dass unser Junior erklärte, er würde auf Windeln verzichten, wenn er Unterhosen mit Elefanten bekommt.

Habt Ihr schonmal versucht, Unterhosen mit Elefanten zu kaufen? Ich schon. Vergesst es. Bob der Baumeister, Mickey Maus oder Hello Kitty – kein Problem. Aber absolute Fehlanzeige in Sachen Elefanten. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Elefantenjersey gemacht. Das ist übrigens auch nicht ganz einfach, wenn man einen Jungen benähen will. Aber auf dem Stoffmarkt wurde ich fündig.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

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Dies sind die ersten beiden ihrer Art. Es werden noch welche folgen müssen, denn zwei dürften kaum ausreichen. Genäht sind sie nach dem Schnitt Nr. 16 aus  der Ottobre 6/2010 in Gr. 92. Ein schöner Schnitt, einfach zu nähen und mit verschiedenen Stoffkombinationsmöglichkeiten durchaus abwechslungsreich zu gestalten und gut geeignet zur Resteverwertung. Derzeit ist Abwechslung hier allerdings unerwünscht, ich lebe den Drang gegen die Uniformität der Unterhosen dann eben am Bündchen aus.

So viel sei allerdings schon verraten: Zwei ganz liebe Freundinnen haben mir noch einen grüngrundigen Elefantenjersey gefunden. Der wir dann auch noch für diesen Schnitt verwertet.

Ich kann versichern, dass die Hose passt wie angegossen. Die Beine haben genau die richtige Länge. Zeigen werde ich euch das allerdings nur an unserem bereits bekannten Model Fru-Fru. Junior hat es sich nicht nehmen lassen, dem grünen Kerl beim Anziehen zu helfen

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Daher kann ich nun auch Bilder im Angezogen-Zustand zeigen

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– Alexandra

Das Wasser ruft

Es ist zwar alles andere als sommerlich, aber unsere Große macht einen Seepferdchen-Kurs. Also geht es regelmäßig ins Schwimmbad. Nun findet dieser Kurs ohne Eltern im Wasser statt. Das Kind braucht daher eine Transportmöglichkeit für den ganzen Krempel. Außerdem sollen die Kinder das Duschzeug und die Handtücher direkt mit reinnehmen, da die Eltern nicht zu den Duschen können.

Was waren also die Anfoderungen? Es sollte wieein Turnbeutel sein, keine Tasche. Es musste ein Beutel zum Mitnehmen von Handtuch und Co. dabei sein. Dieser möglichst wasserdicht. Also gut, ein Beutel im Beutel! Die junge Dame hat sich den Stoff selbst ausgewählt und ich habe dann mal genäht. Und das ist dabei heraus gekommen:

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Der kleinere Beutel besteht ausbeschichteter Baumwolle, dunkelbraun mit weißen Punkten. Der größere besteht aus einem jeansähnlichem, relativ weichen, Dekostoff, gefüttert mit einem Patchworkstoff.

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Der kleinere Beutel hat natürlich Innenfächer für Duschgel, Shampoo und Haarbürste bekommen.

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Der Große verfügt über eine Außentasche für Eintrittskarte und den Spint-Euro. Verschlossen wird diese Tasche mit einem Knopf, der noch aus Uromas Bestand ist.

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Die Zugbänder des Außenbeutels habe ich durch Ösen geführt.

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Und wie Ihr sehen könnt, passt der kleine Beutel in den großen hinein. Am kommenden Mittwoch wird das Ensemble erstmals zum Schwimmen ausgeführt. Ich bin gespannt, ob es sich in der Praxis bewährt.

– Alexandra

Zu klein für meine Kinder

ist das Bodykleid Luisa, das ich heute nach dem Schnitt von Schnabelina genäht habe.

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Es ist nämlich in Gr. 74 entstanden. Da sind meine beiden ja schon länger raus gewachsen. Aber wir besuchen morgen Freunde, die vor zwei Monaten ein kleines Mädchen bekommen haben. Okay, 74 ist da noch etwas reichlich, aber die Größe tragen sie dann wenigstens etwas länger.
Anders als im Ebook vorgeschlagen, habe ich jedoch vorn und hinten zwei Kellerfalten genäht. Mir gefallen die Proportionen so besser.

Mit dem Musterrapport habe ich mir auch Mühe gegeben:

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Und weshalb ich diesen Schnitt gewählt habe? Das ist ja wohl Sonnenklar! Dank des eingearbeiteten Bodyteils steht die künftige Trägerin nicht im Freien, nur weil sie mal zu Mama oder Papa auf den Arm will.

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Bleibt nur noch zu hoffen, dass die Eltern mit meiner Farbwahl einverstanden sind.

– Alexandra