Archiv der Kategorie: Nähen

Schon wieder…

Vogue 8997…

Ja, ich musste es noch ein Mal nähen. Dieses Mal in Variante B.

image

Allerdings habe ich keinen Romanit verwendet, sondern bin der Stoffempfehlung gefolgt und habe zu einer leichten, weichen Baumwollwebware gegriffen.
Mit dem ausgestellten Rockteil, übrigens ein ganzer Teller, ist das ein echt luftiges Teil.

image

Genäht habe ich das Kleid wieder in Gr. 8, mit den üblichen Änderungen für Schultern, Hohlkreuz und Saumlänge. Allerdings hab ich über die Seitennähte etwas Weite zugegeben. Da keine Ärmel rein sollten, ging das problemlos.

Gefüttert habe ich das Kleid mit einem hellblauen Baumwollbatist. Das Futter hat einen falschen Saum aus dem Oberstoff bekommen. Nur für den Fall, dass es mal raus schauen sollte.

image

Und hatte ich schon erwähnt, dass ich die Rückansicht dieses Schnittes total mag? Nein? Na gut, dann sage ich es hiermit:

image

Ihr Lieben, ich hatte dieses Kleid bereits zwei Mal im Büro an, als es die Tage so heiß war. Perfekt.
Allein, der Stoff, vor allem der Batist, ist nicht gerade knitterfrei und ich bin kein Fan des Bügelns, aber da muss ich jetzt wohl durch. Aber es ist trotz des weiten Rockes radtauglich. Der Rock ist nämlich kurz genug, um nicht in die Speichen zu geraten.

– Alexandra

Werbeanzeigen

Ein Kleid für unter das Kleid

Ein Unterkleid war gefragt. Und zwar hatte ich mir ein tolles, businesstaugliches Jerseywickelkleid gekauft. Problem: Mit Strumpfhosen drunter, die sowohl wegen der beruflichen Umgebung als auch wegen der damaligen Londoner Temperaturen empfehlenswert waren, klebt das fest uhd/oder krabbelt. Außerdem war der Wickelausschnitt grenzwertig. Nichts, was mich in Deutschland oder Italien gestört hätte, aber da ich auch Kontakt mit außereuropäischen Kollegen habe, darf der ruhig ab und zu entschärft werden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Unterkleid musste her. Natürlich schnell. Was sonst?

Gut, ein schön leichter, dünner, rutschiger Modaljersey war noch im Schrank. Der sollte es werden. Dann ist er auch verbraucht. Schnitt? Klar, das Negligée aus dem Buch „Süße Dessous“. Der Schnitt war nämlich schon rauskopiert, weil ich den schon ein Mal für ein Unterkleid verwendet hatte. Zeit gespart! Außerdem ist das ein toller Schnitt für diesen Zweck und schnell zu nähen.

Aber ganz so schnöde wollte ich es dann doch nicht und mir fiel noch schwarze elastische schmale Spitze in die Hand. Die habe ich aufgenäht und dann den dahinter liegenden Stoff weg geschnitten. Und das ist das Ergebnis:

image

image

image

Was ich für mich bereits am Schnitt angepasst habe: Ich habe Länge über der Taille rausgenommen, da mein Oberkörper ja etwas kurz geraten ist… Außerdem habe ich den Trägeransatz vorn und hinten 1cm nach innen verlegt. Das gleiche gilt für die Kräuselung im oberen Vorderteil.

Den Tragetest hat es jedenfalls schon mehrfach bestanden. Genauso wie den Kofferknittertest. Das Teil knittert quasi nicht und es braucht fast keinen Platz. Perfekt also.

– Alexandra

Etuikleid nach Vogue 8997

Ich hatte in meinem letzten Post versprochen, auch einen Beitrag über die Dinge zu schreiben, die zwischen der ganzen Reiserei unter meiner Nadel hervor gehüpft sind. Also fange ich mal mit einem, nein, zwei Etuikleidern an, obwohl das so nicht ganz der Reihenfolge des Nähens entspricht. Erstaunlich ist ja schon, dass ich Oberbekleidung für mich genäht habe und nicht für eins der Kinder. Nun, langer Rede kurzer Sinn: Hab ich und hat gut gklappt.

Allerdings habe ich beide Kleider, anders als im Schnitt vorgesehen, nicht aus Webware, sondern aus Viskose-Romanitjersey genäht. Und habe mir dann auch mal direkt den Reißverschluss gespart.

Das erst habe ich noch in Gr. 10 zugeschnitten musste dann aber doch über die Seitennähte nochmal etwa 2cm raus nehmen. Ansonsten habe ich die Schultern 2cm verbreitert, 3cm zu den Seitennähten auslaufend an der hinteren Quernaht rausgenommen. Mein Hohlkreuz braucht da nicht so viel Stoff. Und am Ende habe ich den Saum unten noch um 4,5 cm gekürzt. In weiser Voraussicht, hatte ich den Schlitz hinten direkt etwas länger gelassen.

Gefüttert ist das Kleid mit einem hellrosa (so gar nicht meine Farbe!) Modaljersey. Der trägt sich total angenehm auf der Haut, ist rutschig und federleicht. Perfekt also für diesen Zweck.

So, jetzt aber ein paar Fotos:

image
Entschuldigt bitte den sparsamen Gesichtsausdruck!

image

Ich liebe ja die Rückansicht dieses Kleides!

Das zweite Kleid ist farbtechnisch ja voll in meinem Beuteschema! Und mit schwarzem Blazer drüber ist es auch nicht zu viel Farbe für Business.
Allerdings habe ich dieses Mal in Gr. 8 zugeschnitten. Dafür musste ich dann nichts über die Seiten raus nehmen. Außerdem habe ich die Schultern nur um 1,5cm verbreitert. Das ist auch besser. Die Hohlkreuzanpassung habe ich wie oben gemacht. Und im Spiegel sind da nicht so viele Falten, wie auf den Fotos. Aber zum Glück steh ich ja normalerweise auch nicht kerzengerade still.

image

image

image

Auch hier wieder ein Modaljersey als Futter verarbeitet – auch so gar nicht meine Farbe, aber ich liebe ihn in dem Kleid!

image

Dieses Mal habe ich die Nahtzugaben knappkantig festgesteppt. Das betont die Nahtlinien, aber ich finde, das passt gut zu dem Kleid.

image

Weitere Nähbeiträge folgen. Versprochen!

– Alexandra

Kostüme

Karneval ist zwar schon seit ein paar mehr Tagen vorbei, aber ich bin noch die Bilder der Kostüme schuldig. Besonders viele sind es nicht und das von meinem Mann ist leider gar nicht dabei, aber ich zeig Euch wenigstens die Kostüme der Kinder.

Die Große wollte erst (wieder) als Prinzessin gehen, aber ich hatte keine Lust schon wieder so etwas zu nähen. Erstaunlich schnell kam ihr dann als Alternative Pippi Langstrumpf in den Sinn. Das fand ich eine hervorragende Idee! Sie musste sich dann nur noch entscheiden, ob ihr Kostüm eher an die Filme oder die Zeichnungen von Katrin Engelking, wie man sie aus den Büchern kennt, angelehnt sein sollte. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Illustrationen. Das weiße Longsleeve ist ein Kaufshirt und war schon im Schrank. Die Perücke ist natürlich auch gekauft. Aber den Rest, also Kleid, kurze Hose und Leggins als Strumpfersatz habe ich genäht. Die Schnitte stammen aus verschiedenen Ottobres, wenn jemand es genau wissen möchte, einfach fragen, dann such ich es nochmal raus.

image

Der kleine Mann hingegen wollte ein Quakfrosch sein, einer der echt hüpft.  Warum? Na, weil der grün ist. Was sonst? Ich habe dafür einen Kapuzenpulli genäht und an der Kapuze Augen befestigt. Das habe ich so gemacht, dass sie leicht wieder entfernt werden können, damit er den Pullover auch weiterhin tragen kann. Dann gab es noch eine grüne Hose. Auch die ist für den Alltag tauglich. Sehr praktisch also, vor allem weil grün doch immer geht. Auch hier stammen die Schnitte aus verschiedenen Ottobres. Der Schnitt vom Kapuzenpulli ist in diesem Haus bereits bewährt. Die Hose finde ich eigentlich ganz cool für Jungs. Der wird vielleicht nochmal eingesetzt, mal sehen wie der Frühling so wird.

image

Die Kinder hatten jedenfalls beide Spaß und weil die Kostüme natürlich an allen Karnevalstagen getragen werden mussten, mussten sie auch mal zwischendurch über Nacht gewaschen und wieder getrocknet werden. Auch das ging sehr gut.

– Alexandra

Flötentasche für den Musikunterricht

Die junge Dame lernt jetzt Blockflöte spielen. Ein lang gehegter Wunsch von ihr, dem wir nun seit Jahresbeginn nachgegeben haben. Ich persönlich finde ja, es gibt nettere Instrumente, aber die Wahl hätte sicher auch schlimmer ausfallen können.

Nun muss das Kind also jeden Montag mit Flöte, Noten- und Hausaufgabenheft bewaffnet in den Kindergarten. Dafür braucht es eine Tasche. Einen schnöden Stoffbeutel fand ich ja nun nicht so überzeugend, also hab ich mit der Maus zusammen mal die Vorräte gesichtet und wir wurden, welch Wunder, tatsächlich fündig: blaues Kunstleder mit einem lila Patchworkstoff kombiniert.

Den Schnitt habe ich schon vor einiger Zeit selbst gebastelt, als die große Cousine eine kleine Übernachtungstasche brauchte. Zum Übernachten reicht die inzwischen nicht mehr, Mädchen eben, aber die Klaviernoten werden damit transportiert, weil die Größe perfekt für die Notenhefte ist. Genau das richtige für unseren Zweck also.

Und hier jetzt mal ein paar Bilder von dem guten Stück:

image

Mit Zierstich an der Klappe und dem Träger,

image

… Steckschnalle, damit nicht aus Versehen alles rauspurzelt,

image

… und Schlüsselband, das Kind wird ja auch größer und bald hat sie einen eigenen Schlüssel, da kann das nicht schaden.

image

Hier noch der Zierstich am Träger aus der Nähe. Den hat sie sich auch selbst ausgesucht.

Sie ist jedenfalls mächtig stolz auf ihre Tasche.

Und damit Ihr nicht denkt, dass hier sonst nichts passiert, gerade laufen die Karnevalsvorbereitungen auf Hochtouren. Bis es davon Bilder gibt, dauert es aber noch ein paar Tage.

– Alexandra

Punkte, Herz und Krönchen

… oder die Tochter braucht Longsleeves. Und zwar schon ein bisschen länger. Denn in einigen der Longsleeves, die da noch in ihrem Schrank waren, sah sie ein bisschen wie Presswurst aus. Zum Glück habe ich auch noch ein paar wenige *hüstel* Vorräte im Schrank. Also habe ich mir die junge Dame geschnappt und sie durfte sich drei Stoffe aussuchen.

Zur Wahl standen jedoch nur Interlocks. Ich finde die meisten bedruckten Baumwoll-Stretchjerseys nämlich etwas arg dünn für den Winter. Außerdem sind diese Interlocks so schön kuschelig. Nun ist es allerdings nicht gerade leicht, Shirtschnitte für Kinder zu finden, die für Interlock geeignet sind. Aber in der Ottobre 6/2012 wurde ich fündig.
Das Modell Nr. 16 hatte ich im Mai 2014 schon einmal genäht. Da die damals gewählte Größe 116 auch jetzt noch passt, musste ich nichtmal den Schnitt neu kopieren. Sehr gut. Ich habe lediglich beim Zuschnitt in der Länge, auch an den Ärmeln, 1,5 cm zugegeben. Nicht, dass das Kind einen Wachstumsschub bekommt und dann alles gleich zu kurz ist.

Und da ich letzte Woche seit langem mal wieder einen Lauf hatte, konnten am Freitag drei neue Longsleeves in den Kleiderschrank einziehen:

image

image

image

image

Und für Euch auch noch mit Kind drin:

image

image

– Alexandra

Schutz vor Kälte

Wir fahren ja relativ viel mit dem Fahrrad. Den täglichen Weg zum Kindergarten legt die Große schon eine ganze Weile selbst auf ihrem Rad zurück.  Wenn es dann aber kalt und windig ist, zieht es ihr zwischen Mütze und Schal rein. Das fand sie immer sehr unangenehm. Dann fiel mir meine Sturmhaube vom Skifahren ein. Die passte ihr auch ziemlich gut, also habe ich den Schnitt abgenommen:

image

… und aus etwas kinderfreundlicherem Stretchjersey zugeschnitten…

image

Dann gab es noch ein passendes Bündchen um den Ausschnitt fürs Gesicht sowie unten am Saum

image

Die neue Sturmhaube passt und das Kind ist glücklich.

image

image

Jetzt dürfte es auch gern wieder kälter werden.

Übrigens kann die untere Kante auch unters Kinn oder über den Mund gezogen werden. Je nach Wetterlage und Wohlfühlgefühl.

– Alexandra