Unterhosen und Elefanten

Das klingt irgendwie nach einer merkwürdigen Konstellation. Aber, nein, ich habe keine Unterhosen für Elefanten genäht. Es war eher so, dass unser Junior erklärte, er würde auf Windeln verzichten, wenn er Unterhosen mit Elefanten bekommt.

Habt Ihr schonmal versucht, Unterhosen mit Elefanten zu kaufen? Ich schon. Vergesst es. Bob der Baumeister, Mickey Maus oder Hello Kitty – kein Problem. Aber absolute Fehlanzeige in Sachen Elefanten. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Elefantenjersey gemacht. Das ist übrigens auch nicht ganz einfach, wenn man einen Jungen benähen will. Aber auf dem Stoffmarkt wurde ich fündig.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

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Dies sind die ersten beiden ihrer Art. Es werden noch welche folgen müssen, denn zwei dürften kaum ausreichen. Genäht sind sie nach dem Schnitt Nr. 16 aus  der Ottobre 6/2010 in Gr. 92. Ein schöner Schnitt, einfach zu nähen und mit verschiedenen Stoffkombinationsmöglichkeiten durchaus abwechslungsreich zu gestalten und gut geeignet zur Resteverwertung. Derzeit ist Abwechslung hier allerdings unerwünscht, ich lebe den Drang gegen die Uniformität der Unterhosen dann eben am Bündchen aus.

So viel sei allerdings schon verraten: Zwei ganz liebe Freundinnen haben mir noch einen grüngrundigen Elefantenjersey gefunden. Der wir dann auch noch für diesen Schnitt verwertet.

Ich kann versichern, dass die Hose passt wie angegossen. Die Beine haben genau die richtige Länge. Zeigen werde ich euch das allerdings nur an unserem bereits bekannten Model Fru-Fru. Junior hat es sich nicht nehmen lassen, dem grünen Kerl beim Anziehen zu helfen

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Daher kann ich nun auch Bilder im Angezogen-Zustand zeigen

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– Alexandra

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Und so zwischendurch

Was macht man eigentlich so zwischendurch, wenn die Zeit zum Nähen nicht wirklich reicht, aber irgendeine Betätigung für die Hände her soll? Mir fällt dann nur malen, basteln, häkeln oder stricken ein. Die ersten beiden Dinge überlasse ich lieber meinen Kindern, die sind da mit deutlich mehr Eifer bei der Sache. Und bei den beiden letztgenannten ist es schlicht so, dass ich noch langsamer häkele als ich stricke, also stricke ich immer mal wieder so ein bisschen zwischendurch. Allerdings handelt es sich immer nur um kleine Projekte. Ich bin da wirklich nicht besonders passioniert, wenngleich ich die Werke, die manch andere so zaubern, immer bestaune und das auch gern könnte.

So stricke ich auch im Moment, bevorzugt abends, wenn die Kinder im Bett sind, oder nachmittags,  so ich gelassen werde. Der Frangiflutti hat es mir angetan. Ein nettes Projekt, das nicht furchtbar viel Denken und Aufmerksamkeit erfordert.

Meiner sieht derzeit etwa so aus:

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Das Material ist eine weiche Alpakawolle in einem Cremeton.

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Hier misst er etwa 40cm. Etwa ein Drittel ist also geschafft. Leider zeigt sich schon, dass ich die Wolle nicht vertrage, schon gar nicht am Hals. Meine Tochter hat sich jedoch großzügigerweise bereit erklärt, den Schal zu tragen, obwohl er weiß ist. Na, dann ist ja alles Paletti…

Mal sehen, wie lange ich brauche, bis ich fertig bin. Und vielleicht habe ich dann noch Lust einen zweiten zu stricken, wenn ich Wolle finde, die mir gefällt und die nicht kratzig ist.

– Alexandra

Das Wasser ruft

Es ist zwar alles andere als sommerlich, aber unsere Große macht einen Seepferdchen-Kurs. Also geht es regelmäßig ins Schwimmbad. Nun findet dieser Kurs ohne Eltern im Wasser statt. Das Kind braucht daher eine Transportmöglichkeit für den ganzen Krempel. Außerdem sollen die Kinder das Duschzeug und die Handtücher direkt mit reinnehmen, da die Eltern nicht zu den Duschen können.

Was waren also die Anfoderungen? Es sollte wieein Turnbeutel sein, keine Tasche. Es musste ein Beutel zum Mitnehmen von Handtuch und Co. dabei sein. Dieser möglichst wasserdicht. Also gut, ein Beutel im Beutel! Die junge Dame hat sich den Stoff selbst ausgewählt und ich habe dann mal genäht. Und das ist dabei heraus gekommen:

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Der kleinere Beutel besteht ausbeschichteter Baumwolle, dunkelbraun mit weißen Punkten. Der größere besteht aus einem jeansähnlichem, relativ weichen, Dekostoff, gefüttert mit einem Patchworkstoff.

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Der kleinere Beutel hat natürlich Innenfächer für Duschgel, Shampoo und Haarbürste bekommen.

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Der Große verfügt über eine Außentasche für Eintrittskarte und den Spint-Euro. Verschlossen wird diese Tasche mit einem Knopf, der noch aus Uromas Bestand ist.

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Die Zugbänder des Außenbeutels habe ich durch Ösen geführt.

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Und wie Ihr sehen könnt, passt der kleine Beutel in den großen hinein. Am kommenden Mittwoch wird das Ensemble erstmals zum Schwimmen ausgeführt. Ich bin gespannt, ob es sich in der Praxis bewährt.

– Alexandra