Sommer, Sonne, Urlaub

Uiuiui, hier war es schon wieder verdächtig lang still. Dabei wird es im Job ruhiger und genäht habe ich auch. Allein zum Schreiben in meinem Blog hatte ich keine Zeit oder keine Muße. Einfach nur einen Beitrag zu schreiben, damit er da ist, ist ja nun auch nicht Sinn der Sache. Es soll ja auch ein bisschen Spaß dabei sein, nicht wahr?

Und deswegen lass ich Euch auch endlich mal wieder was da. Ein bisschen Urlaubsspaß. Wir sind nämlich seit zweieinhalb Wochen im Urlaub in der Türkei. Ein paar Tage bleiben uns noch, bevor es wieder nach Hause geht. Und obwohl ich Euch gleich ein paar Bilder von unseren Ausflügen zeigen kann, ist es doch so, dass wir (vor allem weil ich so herrlich faul sein wollte) die meisten Tage am und im Pool unseres Ferienhauses verbracht haben. Das will ich nicht beschönigen, indem ich vor allem andere Bilder zeige, aber lauter Poolfotos sind nun micht so aufregend, stimmt’s? Ganz abgesehen davon ist das jedoch genau der Urlaub, den ich dringend brauchte. Und die Kinder verbringen gänzlich freiwillig den halben Tag im Wasser des Kinderbeckens. Ehrlich.

Nach dieser Vorrede wird es aber Zeit für Bilder. Hier erstmal Eindrücke des Ferienhauses:

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Wir haben aber auch dem Meer einen Besuch abgestattet, am Strand im Dilek Nationalpark:

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Kuşadası liegt quasi vor der Haustür:

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Und natürlich gab es auch Kultur für uns und die Kinder. Wir waren in Ephesus:

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Und in Milet waren wir auch. Allerdings habe ich auf einen Vortrag über Thales verzichtet.

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Izmir durfte auch nicht fehlen und die Große ist tapfer durch die scheinbar endlosen Straßen des dortigen Basars gelaufen:

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Und sonst gibt es hier nahezu täglich Melone

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und Tavla. Die Große hat das ziemlich schnell gelernt und auch noch unverschämtes Würfelglück.

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Ab und zu haben wir hier sogar Besuch…

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Mal sehen, was wir in den letzten Tagen noch so machen. Sicher geht es noch ein Mal nach Kuşadası.

Genießt den Sommer so lang er da ist.

– Alexandra

Schon wieder…

Vogue 8997…

Ja, ich musste es noch ein Mal nähen. Dieses Mal in Variante B.

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Allerdings habe ich keinen Romanit verwendet, sondern bin der Stoffempfehlung gefolgt und habe zu einer leichten, weichen Baumwollwebware gegriffen.
Mit dem ausgestellten Rockteil, übrigens ein ganzer Teller, ist das ein echt luftiges Teil.

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Genäht habe ich das Kleid wieder in Gr. 8, mit den üblichen Änderungen für Schultern, Hohlkreuz und Saumlänge. Allerdings hab ich über die Seitennähte etwas Weite zugegeben. Da keine Ärmel rein sollten, ging das problemlos.

Gefüttert habe ich das Kleid mit einem hellblauen Baumwollbatist. Das Futter hat einen falschen Saum aus dem Oberstoff bekommen. Nur für den Fall, dass es mal raus schauen sollte.

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Und hatte ich schon erwähnt, dass ich die Rückansicht dieses Schnittes total mag? Nein? Na gut, dann sage ich es hiermit:

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Ihr Lieben, ich hatte dieses Kleid bereits zwei Mal im Büro an, als es die Tage so heiß war. Perfekt.
Allein, der Stoff, vor allem der Batist, ist nicht gerade knitterfrei und ich bin kein Fan des Bügelns, aber da muss ich jetzt wohl durch. Aber es ist trotz des weiten Rockes radtauglich. Der Rock ist nämlich kurz genug, um nicht in die Speichen zu geraten.

– Alexandra

Ein Kleid für unter das Kleid

Ein Unterkleid war gefragt. Und zwar hatte ich mir ein tolles, businesstaugliches Jerseywickelkleid gekauft. Problem: Mit Strumpfhosen drunter, die sowohl wegen der beruflichen Umgebung als auch wegen der damaligen Londoner Temperaturen empfehlenswert waren, klebt das fest uhd/oder krabbelt. Außerdem war der Wickelausschnitt grenzwertig. Nichts, was mich in Deutschland oder Italien gestört hätte, aber da ich auch Kontakt mit außereuropäischen Kollegen habe, darf der ruhig ab und zu entschärft werden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Unterkleid musste her. Natürlich schnell. Was sonst?

Gut, ein schön leichter, dünner, rutschiger Modaljersey war noch im Schrank. Der sollte es werden. Dann ist er auch verbraucht. Schnitt? Klar, das Negligée aus dem Buch „Süße Dessous“. Der Schnitt war nämlich schon rauskopiert, weil ich den schon ein Mal für ein Unterkleid verwendet hatte. Zeit gespart! Außerdem ist das ein toller Schnitt für diesen Zweck und schnell zu nähen.

Aber ganz so schnöde wollte ich es dann doch nicht und mir fiel noch schwarze elastische schmale Spitze in die Hand. Die habe ich aufgenäht und dann den dahinter liegenden Stoff weg geschnitten. Und das ist das Ergebnis:

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Was ich für mich bereits am Schnitt angepasst habe: Ich habe Länge über der Taille rausgenommen, da mein Oberkörper ja etwas kurz geraten ist… Außerdem habe ich den Trägeransatz vorn und hinten 1cm nach innen verlegt. Das gleiche gilt für die Kräuselung im oberen Vorderteil.

Den Tragetest hat es jedenfalls schon mehrfach bestanden. Genauso wie den Kofferknittertest. Das Teil knittert quasi nicht und es braucht fast keinen Platz. Perfekt also.

– Alexandra

Etuikleid nach Vogue 8997

Ich hatte in meinem letzten Post versprochen, auch einen Beitrag über die Dinge zu schreiben, die zwischen der ganzen Reiserei unter meiner Nadel hervor gehüpft sind. Also fange ich mal mit einem, nein, zwei Etuikleidern an, obwohl das so nicht ganz der Reihenfolge des Nähens entspricht. Erstaunlich ist ja schon, dass ich Oberbekleidung für mich genäht habe und nicht für eins der Kinder. Nun, langer Rede kurzer Sinn: Hab ich und hat gut gklappt.

Allerdings habe ich beide Kleider, anders als im Schnitt vorgesehen, nicht aus Webware, sondern aus Viskose-Romanitjersey genäht. Und habe mir dann auch mal direkt den Reißverschluss gespart.

Das erst habe ich noch in Gr. 10 zugeschnitten musste dann aber doch über die Seitennähte nochmal etwa 2cm raus nehmen. Ansonsten habe ich die Schultern 2cm verbreitert, 3cm zu den Seitennähten auslaufend an der hinteren Quernaht rausgenommen. Mein Hohlkreuz braucht da nicht so viel Stoff. Und am Ende habe ich den Saum unten noch um 4,5 cm gekürzt. In weiser Voraussicht, hatte ich den Schlitz hinten direkt etwas länger gelassen.

Gefüttert ist das Kleid mit einem hellrosa (so gar nicht meine Farbe!) Modaljersey. Der trägt sich total angenehm auf der Haut, ist rutschig und federleicht. Perfekt also für diesen Zweck.

So, jetzt aber ein paar Fotos:

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Entschuldigt bitte den sparsamen Gesichtsausdruck!

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Ich liebe ja die Rückansicht dieses Kleides!

Das zweite Kleid ist farbtechnisch ja voll in meinem Beuteschema! Und mit schwarzem Blazer drüber ist es auch nicht zu viel Farbe für Business.
Allerdings habe ich dieses Mal in Gr. 8 zugeschnitten. Dafür musste ich dann nichts über die Seiten raus nehmen. Außerdem habe ich die Schultern nur um 1,5cm verbreitert. Das ist auch besser. Die Hohlkreuzanpassung habe ich wie oben gemacht. Und im Spiegel sind da nicht so viele Falten, wie auf den Fotos. Aber zum Glück steh ich ja normalerweise auch nicht kerzengerade still.

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Auch hier wieder ein Modaljersey als Futter verarbeitet – auch so gar nicht meine Farbe, aber ich liebe ihn in dem Kleid!

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Dieses Mal habe ich die Nahtzugaben knappkantig festgesteppt. Das betont die Nahtlinien, aber ich finde, das passt gut zu dem Kleid.

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Weitere Nähbeiträge folgen. Versprochen!

– Alexandra

Sie lebt noch

Ja ja, tue ich. Ich bin nur seeeehr viel beruflich unterwegs gewesen. Ihr sollt auch was davon haben. Also lasse ich euch ein paar Fotos da.

Im März hat es mich nach London und Basel verschlagen. Von letzterem habe ich dieses Mal keine Fotos. Es war schlicht keine Zeit. Aber ein bisschen London gibt es:

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Im April war ich erst in Rom:

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Das leibliche Wohl immer im Fokus
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Natürlich wieder mit Eis.

und dann in Amsterdam. Da ist meine Familie dann nachgekommen. Fotos habe ich davon gerade nicht, aber wir waren im Zoo und sind Boot gefahren. Und, ja, auch dort gab es Eis.

Und dann war ich letzte Woche nochmal in London. Dieses Mal nicht in der City, sondern draußen in Canary Wharf bzw. Greenwich:

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Wann kommt man sonst zum Joggen durch den Greenwich Park?

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Ein bisschen München und Frankfurt standen zwischendurch auch an. Aber das war’s jetzt erstmal. Hoffe ich. Man weiß es momentan nie so genau.

Trotzdem bin ich zwischendurch auch zum Nähen gekommen. Das dann aber in einem eigenen Post.

– Alexandra

Kostüme

Karneval ist zwar schon seit ein paar mehr Tagen vorbei, aber ich bin noch die Bilder der Kostüme schuldig. Besonders viele sind es nicht und das von meinem Mann ist leider gar nicht dabei, aber ich zeig Euch wenigstens die Kostüme der Kinder.

Die Große wollte erst (wieder) als Prinzessin gehen, aber ich hatte keine Lust schon wieder so etwas zu nähen. Erstaunlich schnell kam ihr dann als Alternative Pippi Langstrumpf in den Sinn. Das fand ich eine hervorragende Idee! Sie musste sich dann nur noch entscheiden, ob ihr Kostüm eher an die Filme oder die Zeichnungen von Katrin Engelking, wie man sie aus den Büchern kennt, angelehnt sein sollte. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Illustrationen. Das weiße Longsleeve ist ein Kaufshirt und war schon im Schrank. Die Perücke ist natürlich auch gekauft. Aber den Rest, also Kleid, kurze Hose und Leggins als Strumpfersatz habe ich genäht. Die Schnitte stammen aus verschiedenen Ottobres, wenn jemand es genau wissen möchte, einfach fragen, dann such ich es nochmal raus.

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Der kleine Mann hingegen wollte ein Quakfrosch sein, einer der echt hüpft.  Warum? Na, weil der grün ist. Was sonst? Ich habe dafür einen Kapuzenpulli genäht und an der Kapuze Augen befestigt. Das habe ich so gemacht, dass sie leicht wieder entfernt werden können, damit er den Pullover auch weiterhin tragen kann. Dann gab es noch eine grüne Hose. Auch die ist für den Alltag tauglich. Sehr praktisch also, vor allem weil grün doch immer geht. Auch hier stammen die Schnitte aus verschiedenen Ottobres. Der Schnitt vom Kapuzenpulli ist in diesem Haus bereits bewährt. Die Hose finde ich eigentlich ganz cool für Jungs. Der wird vielleicht nochmal eingesetzt, mal sehen wie der Frühling so wird.

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Die Kinder hatten jedenfalls beide Spaß und weil die Kostüme natürlich an allen Karnevalstagen getragen werden mussten, mussten sie auch mal zwischendurch über Nacht gewaschen und wieder getrocknet werden. Auch das ging sehr gut.

– Alexandra